Ironman Nizza 2009

Nizza-Ironman ( 3,8 km Schwimmen im Meer, 180 km Rad fahren, 42,195km Laufen ) 2009

 

 

Im Dezember 2008 suchte ich nach einer neuen Herausforderung für das Jahr 2009.

Da sehr viele andere Langdistanzen mittlerweile ausgebucht waren, entschloss ich mich

in Nizza zu starten. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was auf mich alles zukam.

Der Wettkampf lief dann unter dem Motto: Denn er wusste nicht, was er tat.

Es sollte nicht nur ein schöner Wettkampf werden, sondern auch gleichzeitig ein toller Familienurlaub.


Die Vorbereitung lief eher sehr schlecht. Ich war zunächst mal wieder an meiner Trigeminusneuralgie

erkrankt und konnte nach langem hin und her dieses Problem nur noch mit Medikamenten

lösen. Weiterhin war das Wetter hier so schlecht, dass ich viel zu spät mit dem Radfahrtraining

angefangen bin. Glaubt es mir, für Dicke (Ü 80 kg) ist die Strecke ohne konsequente Vorbereitung

einfach zu hart. Ich denke, mit Lanzarote und Lake Placid, wohl die schwierigste Radstrecke ( fast 2000 hm ) der Ironmanserie.

Selbst einer der weltbesten Ironmänner in der AK 45, Roland Schumacher, hat sehr gelitten.

Aber noch einmal kurz zurück, die Anreise mit dem Pkw von Herford bis Nizza in zwei Tagen,

die war richtig klasse. Spätestens als wir an der Rhone entlang fuhren, glänzten unsere Augen.

Das setzte sich fort. Der Wettkampf war aller bestens organisiert; alles war innerhalb von wenigen

Minuten bei bestem Wetter erreichbar. Ein Lob an die Veranstalter. Und was noch sehr beeindruckend

war, dass sehr viele Nationen am Start waren.

Der Schwimmstart ist ein Laufstart, bloß Laufen geht gar nicht, da unter den Füßen grober Kiesel

sich befindet. Die schnellsten Schwimmer, Pros und die 55Min-60 Min. Schwimmer starten in direkter Linie zur

ersten Wendeboje, die anderen Zeitgruppen daneben. Gut gemacht.

Nach etwas mehr als einer Stunde ging es auf das Rad und das endloses Leiden auf einer wunderschönen

Radstrecke begann. Bis 1100 m hoch, musste ich meine 80 kg wuppen. Wofür ein Zeitfahrrrad mit Sattelspitze 

direkt über dem Tretlager? Alles war zu spät. Völlig erledigt kam ich nach 5:42 zum Wechsel und

sollte nun auch noch Laufen bei über 30 Grad auf der Promenade. Ich habe es getan und in 10:45h

gefinisht. Ich möchte aber nicht wissen, wie oft ich aufhören wollte; aber das wollte und konnte ich meinen

Kindern und meiner Frau nach dieser langen Reise nicht antun. Gut war es. Ich werde diesen Wettkampf in sehr guter

Erinnerung behalten. Prädikat : sehr empfehlenswert; nur eins noch: hier lässt sich die Hawaii Quali

nur schwer erreichen.

Nach dem Wettkampf hatten wir noch wunderschöne Tage an Mittelmeer mit dem Highlight: Zeitfahren

der Tour de France in Monacco.

 

Gruß Heiko Klein