Ironmaneuropameisterschaften 2010 Frankfurt

Im Juli 2009 entschieden sich vier Triathleten des RC Endspurt Herford, im Jahr 2010 an dem Ironman in Frankfurt( teilzunehmen.
Nach einem für mich,Jg. 60, sehr anstrengenden Jahr 2009 mit dem Ironman in
Nizza und zwei Mitteldistanzen und verschiedenen Oberligaeinsätzen, habe ich
mich zusammen  mit Jens Schönbohm, Jg. 64, in einem Fitnessstudio eingebucht.
Jens, der vieles gewissenhafter macht als ich, versuchte sich rundum fit zu kriegen, u.a. mit wenigen, aber mit hohen Gewichten ausgeführten Beinpressen.

Mein Hauptgeschäft lag in der Beinpresse (bis zu 500 mal 60 kg -Rekord- ) und Tempotraining auf dem Laufband,
bis hin zu 14X 1000m -einmal-.
Aufgrund meiner Trigeminusneuralgie lief im Winter mit Schwimmen sehr sehr wenig.
Sören Kuhlmann, Jg. 80, und Jens war auf einem Mal sehr viel schneller.
Ich hoffte, alles im Sommer wieder gut machen zu können.
Nach dem harten Winter kam eine erste Bewährungsprobe in der AK 50, dem Blocklauf in Bad Salzuflen. In einer sehr guten Zeit konnte ich über 18 km glänzen. Ich war der Überzeugung, die Beinpresse hätte geholfen.
Doch danach lief eigentlich nichts mehr. Die Medikamentendosis habe ich erhöht und musste dies erst einmal "verdauen". Trotz Trainingslager im sehr schönen Heiligenstadt
konnte ich beim ersten Saisonziel, dem Hermannslauf nur hinterherlaufen. Jens und Sören erliefen gute Leistungen, aber die plötzlich an dem Wettkampftag aufkommende Hitze hat alle ein wenig zurückgeworfen.


Ich habe dann versucht, mich mit zahlreichen RTF fitzuhalten. Ich habe aber immer gemerkt,
dass ich in der ersten Gruppe eigentlich immer mit der Schwächste war.

Jens und Sören zogen etwas einsamer in Zeitfahrhaltung ihre Wege.
Langsam wurde meine Gesundheit etwas besser und ich konnte mehr schwimmen.
Beim ersten Regionalligaeinsatz imTriathlon- Hauptklasse- (immer bin ich der Älteste) wurde mir noch das Fell
über die Ohren gezogen. Beim zweiten Einsatz lief es schon besser und ich war der schnellste vom RCE; die eigentlich stärkeren waren angeschlagen.
Eine Woche später dann Frankfurt. Hatte ich mich erholt?
Weiß nicht. Wir gingen morgens alle an den Start. Keiner von uns hatte gut geschlafen.
Es war heiß und Deutschland hatte bei der WM in Südafrika gewonnen.
Um es kurz zu machen, alles lief gut bis km 110 auf dem Rad; schon da ging mir die
Luft aus. Die zweite Hälfte auf dem Rad bin ich 4 km/h langsamer gefahren als die Erste.
Dann der Marathon, eine Katastrophe.    Bei Km27 bekam ich  starke Unterbauchschmerzen wg. einer zu flachen Atmung, so dass ich für die letzten 10,5 km 75 Minuten brauchte. Während der letzten Kilometer versuchte mich mein Freund Dietmar Müller aufzumuntern, wahrscheinlich aus Mitleid. Dies half aber nicht mehr. Auah. auah!!
So habe ich auf der letzten Runde die Hawaii Quali verpasst. Ich wäre aber nicht noch einmal mit dieser Form hingefahren; Kanonenfutter war ich dort schon einmal.
Jens und Sören haben sich gut verkauft
und waren mit ihren Leistungen zufrieden. Jens hat genauso knapp die Quali verpasst wie ich; schade.
10:56h und Altersklassenplatz 22 von ca. 160 Athleten ist eigentlich inakzeptabel für mich. Doch ich habe gefinished, das reicht.
Abschließend muss ich zwei Dinge feststellen:
1. Das Krafttraining hat wahrscheinlich weder bei Jens noch bei mir geholfen.
2. Um einen sehr guten  Ironman zu finishen, ist es wohl notwendig, in meinem Alter direkt an die längeren Radeinheiten auch längere Laufeinheiten im Training anzuschließen.