Ironman 2005 in Zürich

Irgendwann im Frühjahr, kurz zuvor hatten wir die Triathlon Abteilung gegründet, kam es mir in den Kopf: du kannst doch mal an einem Ironman teilnehmen. Ich glaube, da haben einige den Kopf geschüttelt. Nach dem Motto: der hat noch keinen einzigen Triathlon bestritten (stimmte gar nicht: 1986 habe ich mal eine Sprintdistanz aus Spaß mitgemacht) und meldet sich gleich dafür an. Recht hatten sie. Doch einen Mittelstrecken-Triathlon in Harsewinkel und die 2. Transalp lagen noch dazwischen. Über die Mittelstrecke lief es ganz gut, knapp unter 4:30 h. Die Transalp fuhr ich wieder mit; es war einfach nur klasse mit  Volker Platz und Alex Knoop und Wolfgang Meier.
Drei Wochen nach der 2. Transalp saß ich zusammen mit Volker Platz, meine beiden Söhnen und Dieter Bredemeyer im Auto. In Zürich angekommen, war fast alles pefekt, doch stellte sich heraus, dass mein Ritzelpaket ausgelutscht war. Wir hatten viel Mühe bis wieder alles in Ordnung war.
Morgens im Freibad erfolgte der Startschuss. Ich glaubte, dass ich gut im Schwimmen sei, sodass ich aus der vorderen Reihe startete. Nicht bekannt war mir allerdings, dass bei einem Laufstart von einem Hang herunter, die hinteren Starter immer weiter ins Wasser laufen können als die vorderen. Damit aber nicht genug. Manche spielten Jesus und versuchten über mich hinwegzulaufen, wie mir schien. Tatsache war, dass ich schon nach wenigen Sekunden aufgeben wollte, da ich so viel Haue bekommen hatte, wodurch ich mehr unter als über dem Wasser war.
Aber konnte ich das meiner Frau Antje, den Kindern, Dieter, Andreas und Sigrid antun? Nein, weiter! Irgendwann fing ich mich und kam nach 1:02 Min. aus dem Wasser. Eigentlich ganz gut für einen 44-jährigen Anfänger. Nun ab aufs Rad. Während der Zeit nahmen meine Kinder Ludwig und Maximilian an einem Kindertriathlon teil.
Nach 5:29 auf der tollen Radstrecke bei herrlichstem Sonnenschein kam ich in die Wechselzone. Aber was bedeutete das? Jetzt kam meine vermeintliche Spezialdisziplin, der Marathon. Es war aber so heiß, dass die Hitze einem die Socken auszog. Durch immer wieder aufmunternde Worte von meinen Freunden Petra und Volker, die währenddessen im Zürichsee badeten, angefeuert, war ich schließlich nach 3:42 fast im Ziel. Fast aber nur; es lag mir sehr am Herzen mit meinen beiden Söhnen ins Ziel zu laufen. Den einen schulterte ich, den anderen nahm ich auf den Arm (100m vor dem Ziel). Fazit: Nach 10.19h im Ziel und die Hawaii Qualifikation um 30 Sek. verpasst. Hätte man mir dies nicht vorher sagen können? Aber auch wenn ich es gewusst hätte, meine Söhne wären mir wichtiger gewesen.
Der dritte Triathlon und erste Ironman, ein grandioses Erlebnis!
Und das alles nach einem halben Jahr Triathlon.